Freitag, 8. Februar 2013

[Rezension] Der Kreuzworträtselmord - Die wahre Geschichte

von Kerstin Apel
© Cover by Sutton
Taschenbuch: 160 Seiten
Verlag: Suttonverlag
ISBN: 978-3954001422
Kaufmöglichkeit


so wenige Seiten, die es dennoch in sich haben

zum Inhalt:
Journalistin Shiva, ist gerade in Oberhof im Urlaub, als sie einen Anruf vom Chefredakteur der Zeitung,  für die sie arbeitet bekommt und zu einem dringenden Teammeeting einberufen wird.
Um die Auflage der Zeitung anzukurbeln, soll eine Berichtreihe gestartet werden, bei der historische Kriminalfälle aus dem 20. Jahrhundert neu beleuchtet werden sollen. Shiva bekommt einen Kriminalfall zugeteilt, der in den Achtziger Jahren die ganze DDR in Atem hielt - den sogenannten Kreuzworträtselmord. Entgegen all ihrer Erwartungen steckt tatsächlich noch ein bis dahin ungeahnte , wohlbehütete Geheimnis in diesem Fall. ...
meine Meinung:
Als Kind der DDR war mir der Fall um den kleinen Jungen bereits durch Erzählungen im Bekanntenkreis und die Verfilmung im Polizeiruf bekannt, weshalb dieses Buch auch sofort mein Interesse weckte. Den damaligen Ermittlern gelang es, den Täter zu fassen, doch dass dessen Freundin auch eine, wie ich finde nicht ganz unbedeutende Rolle in dem Fall gespielt hat, war bis zur Veröffentlichung dieses Buches nicht bekannt.
Es ist mit weit weniger als 200 Seiten viel eher ein Büchlein, als ein Buch, aber diese wenigen Seiten haben es in sich.
Eingebettet in eine erdachte Rahmenhandlung schildert die Autorin Tatsachen zu diesem Fall, die damals keiner herausfand, (warum auch immer) und die wohl auch keiner für möglich gehalten hat. Dies kann sie tun, weil sie seinerzeit selbst in den Fall involviert war, denn sie war die Freundin des Täters. Ich will gar nicht viele Worte dazu machen, die Schilderung der Erlebnisse muss man selbst gelesen haben und auf sich wirken lassen, mich hat es einfach nur erschüttert und ich musste das gelesene erstmal lange sacken lassen. Und wenn dies tatsächlich wie angegeben der Wahrheit entspricht, dann ist es umso heftiger. Ich möchte hier auch gar nicht dazu Stellung beziehen, denn seine Meinung darüber sollte sich jeder selbst ganz unvoreingenommen bilden können.
Das Drumherum, also die fiktive Handlung um die Reporterin Shiva ist ansich zwar flüssig lesbar und auch recht spannend geschrieben, hätte mich aber als eigenständige Story nicht vom Hocker gehauen. Als Romanhandlung war sie mir insgesamt einfach zu unbeholfen, sehr konstruiert und wirkte teilweise auch unlogisch auf mich und kam daher auch nicht wirklich glaubhaft rüber.
Aber da es in dem Buch auch nicht vorrangig um den erfundenen Teil der Geschichte geht, kann ich darüber hinwegsehen.
Fazit:
Mich hat dieses Buch mächtig nachdenklich zurück gelassen und erschüttert. Wer den Fall kennt und sich für Hintergründe dazu interessiert, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen.



Kommentare:

  1. Hallo Andrea,

    nun scheint wirklich mal eine interessante Story zu sein und war mir bis dato auch unbekannt. Aber wieso muss man die Journalistin, denn unbedingt " Shiva" nennen, habe ich mich da schon gefragt.

    LG..karin..

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  2. Da beschreibst du uns wieder einmal einen Krimi, der es in sich zu haben scheint. Bisher haben mir die vom Sutton Verlag publizierten Krimis immer zugesagt, von daher bin ich jetzt ziemlich gespannt.

    Beste Stöbergrüße,
    Kora

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