Dienstag, 11. Dezember 2012

[Rezension] Graveminder

von Melissa Marr
© Cover by Piper
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Piper (erschienen 12.11.2012)
ISBN: 978-3492268905

atmosphärisch - düster - spannend

zum Inhalt:
Als Maylene die Totenwächterin stirbt, muss ihre Enkelin Rebekkah an ihrer Stelle die nächste Graveminder werden. Denn die Totenwächterin hat die Aufgabe, die Toten zur Ruhe zu bringen, damit diese nicht hungrig umherwandeln.
Rebekkah hat eigentlich nicht vor, wieder zurück nach Claysville zu ziehen. Die Umstände vor Ort zwingen se jedoch ihre Meinung zu überdenken.  ...
meine Meinung:
Die Covergestaltung gefällt mir so richtig gut. Es passt gut zum Inhalt des Buches.

Die Idee zu diesem Buch find ich richtig gut, für mich auch auf jeden Fall mal etwas anderes.
Graveminder ist ein ruhiges Buch, welches bedingt durch seine Thematik eine etwas düstere Stimmung verbreitet. Es strahlt eine ganz besondere Atmosphäre aus, die unter die Haut geht und mich sofort ergriffen hat. Gruselig, wie auf der Coverrückseite beschrieben fand ich es allerdings nicht wirklich.
Die Geschichte um den kleinen Ort Claysville  und seine Besonderheit fand ich gut durchdacht und wirklich interessant dargestellt. Die Story beginnt sehr spannend, kommt dann jedoch eher schleppend in Gang.
Als Rebekkah aufgrund des Todes ihrer Großmutter zurück in ihren Heimatort kommt, trifft sie unweigerlich wieder auf Byron, den Mann, der sie schon so lange Jahre liebt und der aus genau diesem Grund immer für sie da war. Wohingegen sie ihn immer von sich stieß, obwohl sie ihn eigentlich auch schon immer liebt, was sie sich allerdings nicht eingestehen will.
Das ewig lange Getue von  Rebekkah, um nicht zugeben zu müssen, dass sie Byron liebt, ging mir zeitweilig schon ein wenig auf die Nerven. Es hat die Handlung unnötig hinausgezogen und das in meinen Augen Wesentliche etwas zu sehr in den Hintergrund gedrängt. Allerdings lohnt es sich für den Leser auf jeden Fall diese Durststrecke durchzuhalten.
So richtig interessant und fesselnd wurde es dann als Byron anstelle seines Vaters die Aufgabe des Undertakers übernimmt und Rebekkah endlich ihren Part als Graveminder zu begreifen beginnt. Die Darstellung der Welt der Toten war für mich total faszinierend, besonders der Umstand, dass Graveminder und Undertaker diese so vollkommen unterschiedlich wahrnehmen.
Mit Rebekkah wurde ich bis zum Ende nicht so richtig warm, was wahrscheinlich auch mit an ihrer endlos langen Weigerung lag, die Umstände zu akzeptieren und zu ihren Gefühlen zu stehen. Byron war da schon eher ein Charakter der mich überzeugen konnte. Er wurde mir auch recht schnell sympathisch. Mir gefiel vorallem, dass er trotz der ständigen Zurückweisungen immer zu seinem ort steht und zu Rebekkah hält. Von den Nebencharakteren ist mir Amity noch am positivsten in Erinnerung geblieben. Auch das tote Mädchen Daisha und ihre Hintergrundgeschichte fand ich ganz toll dargestellt.

Der Schreibstil der Autorin ist schlicht und unkompliziert und lässt sich wirklich gut lesen. Zudem konnte ich mir die Orte und Personen gut vorstellen.
Fazit:
Dieses Buch hat zwar ein paar kleine Schwächen, diese werden jedoch durch eine interessante Rahmenhandlung, die wunderbare Atmosphäre und eindringend beschriebene Handlungsorte gut abgefangen. Alles in allem hat mir Graveminder wirklich schöne und spannende Lesestunden beschert und ich empfehle es gern weiter.
4/5 Angelwings

Mehr über die Autorin erfahrt ihr hier.





Kommentare:

  1. Hallo ,

    scheint auch eine interessante Geschichte zu sein.

    Mein Wunschliste wird auch immer größer.

    LG..starone...

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    1. Jaa auf jeden Fall :). Meine Wunschliste wächst auch beständig. Man kann ja gar nicht so schnell lesen, wie man interessante Bücher aufstöbert ;D.

      LG Andrea

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  2. Eine schöne Rezension.
    Ich bin schon gespannt auf das Buch und werde es ganz bestimmt noch lesen.

    LG
    Lilly

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  3. Ich mag die Autrorin. Sie hat nicht so einen kitschigen Stil. Ich werde wohl nicht drum herum kommen es zu lesen :-) LG

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