Donnerstag, 14. März 2013

[Rezension] Das Schicksal ist ein mieser Verräter

von John Green
© Cover by Hanser Verlag
gebunden: 288 Seiten
Verlag: Hanser Verlag
erschienen Juli 2012
ISBN: 978-3446240094

Kaufmöglichkeit


unglaublich bewegend - Ein Buch vom Leben, Lieben, Sterben und noch so viel mehr

über das Buch: (Quelle: Hanser Verlag)
?Krebsbücher sind doof?, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.
 
zum Inhalt:
Hazel ist 16 und hat Krebs, defintitiv unheilbar. Nur dank Medikamenten lässt sich das unausweichbare noch aufschieben. Hazel weiß, dass sie sterben muss und lebt schon gar nicht mehr so wirklich. Sie vermeidet es lieber Freunde zu haben, denn sie möchte auf keinen Fall bemitleidet werden. Also zieht se sich sehr zurück. Doch dann lernt sie eines Tages in der Selbsthilfegruppe Augustus, auch Gus genannt kennen. Er hat bereits ein Bein an den Krebs verloren, dennoch lebt er sein Leben auf seine ganz eigene Weise und er interessiert sich für Hazel. Trotz, dass Hazel sich versucht dagegen zu sträuben, verlieben sich die beiden ineinander und geniessen ihr Mensch sein gemeinsam. ...
meine Meinung:
Lange Zeit hab ich überlegt, ob ich zu diesem Buch überhaupt eine Rezension schreiben werde. Ich bin mir nicht sicher, dass ich überhaupt die richtigen Worte finde, um diesem wunderbaren Buch auch nur annähernd gerecht zu werden. Es ist so unglaublich authentisch und ehrlich und dabei so tief bewegend.
Der Schreibstil ist wunderschön, aber auch etwas anspruchsvoller. Es ist kein Buch, was man mal eben so wegliest. Dieses Buch hat mich bereits auf den ersten Seiten ergriffen und mitgenommen und auch nach dem Lesen nicht mehr so schnell losgelassen. Es brachte mich zum weinen und gleichzeitig zum lachen, so etwas hab ich lange nicht beim lesen erlebt. 
Der Autor geht mit dem Thema Krebs auf eine ganz besondere Art und Weise um.
Die jugendlichen Charaktere im Buch sind sehr klar gezeichnet. Ihnen ist sehr wohl bewusst, dass sie keine Chance haben. Dafür nutzen sie die Zeit, die ihnen zum Leben bleibt (sie selbst nennen es Mensch sein) sehr intensiv. Erzählt wird ihre Geschichte mit jeder Menge Galgenhumor, Ironie und Sarkasmus, aber auch ganz ganz viel Gefühl. Hazel, die sogar ihrer Sauerstoffflasche liebevoll einen Namen gegeben hat, Gus, dem der Krebs bereits ein Bein nahm und Isaac, der dem Krebs sein Augenlicht opfern muss sind ganz erstaunliche Jugendliche. Ihr Schicksal vereint sie und sie geben sich gegenseitig halt.
Es ist nicht einfach nur ein Buch über das Thema Krebs, vielmehr beschäftigt es sich mit dem Leben mit dieser Krankheit.
John Green hat mich mit diesem Buch ganz tief im innern berührt. Nahezu alle Arten von Emotionen stecken in diesen Seiten. Es zu lesen ist ähnlich wie eine Achterbahnfahrt, ständig geht es auf und ab, schwankt zwischen hoffen und bangen, lieben und leiden, lachen und weinen.
Es gehört in jedes Bücherregal und ich habe bisher kein Buch in kurzer Zeit so oft weiterempfohlen wie dieses.
Fazit:
Das Buch besticht durch sehr schön und detailliert herausgearbeitete Charaktere und eine überaus ergreifende, emotionale Gechichte, die obwohl sie fiktiv sein soll, doch so unbeschreiblich echt daher kommt und unweigerlich ganz stark zum Nachdenken anregt.
Das Schicksal ist ein mieser Verräter bekommt einen festen Platz auf meiner Jahreshighlight-Liste.
5/5 Angelwings (leider gibt mein Bewertungssystem nicht mehr her)

Infos zum Autor: (Quelle: Hanser Verlag)
John Green wurde 1977 geboren.
Bereits mit seinem Debüt "Eine wie Alaska" (Hanser, 2007) erreichte er Kultstatus unter jugendlichen Lesern. Das Buch wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. war es für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Es folgten die Jugendromane "Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen)" (2008) und "Margos Spuren" (2010), ebenfalls nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis und ausgezeichnet mit der Corine. Inzwischen wird Green mit Philip Roth und John Updike verglichen. Er lebt mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn in Indianapolis. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", das in den USA schon vor dem Erscheinen ein Bestseller war, erschien im Juli 2012 bei Hanser.




Kommentare:

  1. Nee, dafür bin ich zu Nahe am Wasser gebaut und ich würde das ganze Buch über nur Heulen.

    LG..starone...

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    1. Genau das befürchte ich bei mir auch ...

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    2. Ihr müsst nur ausreichend Taschentücher in greifbarer Nähe haben ;), es lohnt sich wirklich zu lesen.

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  2. Das klingt ja wirklich schrecklich-schön -.- Ich sehs wie starone und Cassan, ich seh mich jetzt schon heulen

    Sag mal, lässt du es irgendwo wandern? :)

    Liebste Grüße
    Christina

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    1. Hmmm, da es ein absolutes Behaltebuch ist und ich bei diesen sehr auf dem Erhalt des Zustands achte, hatte ich das eigentlich nicht vor. Aber weil Du es bist, schlaf ich da noch mal drüber. ;)

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  3. Oh, "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist mein Lesehighlight vom letzten Jahr. Ich habe dafür extra die goldene Leseente realisiert, weil mir 5 Leseenten einfach nicht genug waren ;-)
    Und in der Bibliohtek drücke ich jedem das Buch in die Hand . . . und bisher hat es jeder begeistert und berührt zurückgebracht . . . ein Buch, das ich bestimmt nie mehr vergessen werde . . .

    lG Favola

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  4. Das Buch habe ich mir auch endlich bestellt und kann kaum abwaren es zu verschlingen...
    Deine Rezension ist wundervoll!
    Alles Liebe. Ich wünsche dir eine ganz tolle Woche♥

    cathslovleybooks.blogspot.de/

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