Montag, 28. Oktober 2013

[Rezension] Die Saat der Bestie

von Michael Dissieux


© Cover by Luzifer-Verlag
broschiert: 253 Seiten
Verlag: Luzifer
erschienen: August 2013
ISBN: 978-3943408164
Kaufmöglichkeit

zum Inhalt:
Als vermeintlich letzter Überlebender der Apokalypse schafft David sich seine eigene Welt, um in der Situation nicht durchzudrehen. Er redet mit einer Schaufensterpuppe und auch mit sich selbst. Sein anderes Ich Frank, entwickelt im Laufe der Zeit ein erschreckendes Eigenleben und übernimmt nach und nach die Kontrolle über Davids Körper.
Auch Samantha, eine weitere Überlebende , führt das Schicksal in Davids Stadt und es dauert nicht lang, bis sich beide begegnen. Jedoch bleibt auch Frank nicht länger im Hintergrund. ...
meine Meinung:
Michael Dissieux war mir als Autor bisher unbekannt. Der Klappentext weckte meine Neugier.
Das Buch verbreitet bereits vom ersten Blick auf das Cover und beim Lesen der ersten Seiten eine düstere Atmosphäre die direkt unter die Haut kriecht. Ich hatte sofort das Gefühl, mich selbst inmitten dieser vom Autor erschaffenen postapokalyptischen Welt zu bewegen, Gänsehaut und Kopfkino inklusive.
David ist ein sehr faszinierender Charakter. Er arrangiert sich mit seinen Lebensumständen und findet für sich Wege damit klar zu kommen. Seine Persönlichkeitsspaltung und die Übernahme der Kontrolle durch Frank fand ich äußerst beeindruckend dargestellt. Dieser konnte mir teils richtig Angst einflößen.
Auch Samantha überzeugte mich durchgehend. Es wurde sehr deutlich und nachvollziehbar beschrieben, wie ihre Erlebnisse sich auf ihren Charakter auswirken und diesen letztendlich prägen.
"Die Saat der Bestie" ist, obwohl eher ruhig und subtil gehalten ein durchweg packender Horrorthriller, der einen tiefen Einblick in eine düstere Welt und in die daraus zutage tretenden Abgründe menschlicher Seelen freigibt.
Insgesamt ist die Story glaubhaft dargestellt.
Was mir persönlich allerdings doch etwas zu kurz kam, war eine Erklärung der Hintergründe, wie es zur Apokalypse kam. Das hätte die Story in meinen Augen noch abgerundet. Da jedoch der Fokus der Geschichte auf der Charakterdarstellung liegt, ist es auch nicht wirklich schlimm, dass dies fehlte.
Das Ende überraschte und erschreckte mich insofern nicht, da es passend zur Story durchweg konsequent und daher folgerichtig gewählt wurde. Ich fand es durchaus schlüssig.
Fazit:
Ein atmosphärisch dichter, düsterer , teils erschreckender Ausflug in menschliche Abgründe, der sich durch Verwendung weniger, dafür aber umso einprägsamer dargestellter Charaktere auszeichnet.

4/5 Angelwings




Vielen Dank an 
 und 





Kommentare:

  1. Das Buch reizt mich wirklich sehr :) Kommt auf meine Wunschliste

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  2. Ganz schön irre diese Geschichte oder?

    LG..starone..

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