Mittwoch, 18. Juni 2014

[Rezension] Leide!

Leide!

von Siegfried Langer
© Cover: LAGO-Verlag
Verlag: LAGO
ISBN 978-3-95761-008-9
Taschenbuch: 288 Seiten
Kaufmöglichkeit




zum Inhalt:
Berlin: Ein Spaziergänger findet eine auf übelste Art und Weise zugerichtete männliche Leiche. Kriminalhauptkommissar Niklas Steg gerade aus privaten Gründen nach Berlin verzogen, übernimmt den Fall gleich am ersten Tag in seinem neuen Umfeld. Bald tauchen parallelen zu einem Hamburger Fall auf.
Dann gibt es da noch die Privatdetektivin Sabrina Lampe, die sich ihren Lebensunterhalt durch das Dingfest machen von Kaufhausdieben und die Observierung untreuer Ehegatten verdient. Während der Arbeit an einem ihrer Aufträge stößt Sabrina in das sprichwörtliche Wespennest und wird selbst zur Figur eines grausamen Spiels. ...

meine Meinung:
Bereits mit dem Prolog des Buches zog der Autor mich in dessen Geschehen und hielt mich dort gefangen. Als Leser erlebte ich schon zu Anfang ein kleines Stück grausame Realität, die ich am Ende zwar gar nicht wirklich zu lesen bekommen hatte, die sich aber sofort mein Kopfkino in Gang setzte.
Kurze knackig erzählte Kapitel mit geschickt platzierten kleinen Cliffhangern sorgten für einen unheimlich hohen Spannungsbogen, der über die gesamte Buchlänge bestehen blieb.
Die zeitliche Abfolge, in der das Geschehen erzählt wird, wechselt immerzu, allerdings nicht nur von Gegenwart nach Zukunft, sondern auch andersherum und scheinbar durcheinander.
Zunächst löste dies bei mir eine leichte Verwirrung aus, jedoch gewöhnte ich mich recht schnell an diesen Erzählstil und kam sehr gut damit zurecht.
Am Ende macht dies in meinen Augen jedoch das Gewisse etwas aus, dass jedem Buch eigen sein sollte.
Verschiedene Erzählstränge, die nach erstem eintauchen in die Story noch nicht recht zusammengehören wollen, fügten sich nach und nach zu einem großen Ganzen.
Gut gefiel mir, dass die Figuren jede ihre eigene Hintergrundgeschichte und ihren ganz speziellen Spleen hat. Dadurch wirken die Charaktere authentisch und die meisten von ihnen überaus sympathisch.
Der Täter wird dem Leser sehr direkt präsentiert. Die Gründe für seine Taten, seine Brutalität und Herzlosigkeit jedoch bleiben zunächst im Dunkeln und fließen erst allmählich in den Lauf der Geschichte ein. So lernte ich diesen verkorksten Charakter und die Hintergründe dessen nach und nach aber umso besser kennen.
Am Ende setzt sich die gesamte Geschichte wie ein großes Puzzle Stück um Stück zusammen und ist rundum stimmig.

Fazit:
Die gut durchdachte Story, zackig und hochspannend erzählt, wird das Herz jedes Thrillerfans höher schlagen lassen.
Mit Leide! hat sich Siegfried Langer nun endgültig einen festen Platz auf meiner persönlichen Liste der empfehlenswertesten Thrillerautoren erobert.


Kommentare:

  1. Hm, der Titel klingt schon sooo fies!

    Schönen Feiertag ..karin..

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    1. ;) ich sag nur lies es
      Bei uns war kein Feiertag, aber ich hab Urlaub das ist noch besser.

      LG Andrea

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