Dienstag, 3. Juli 2012

[Rezension ebook] Nie genug

von Melanie Hinz


Format: Kindle Edition
Dateigröße: 311 KB
ASIN: B008FR7P94

romantisch, prickelnd

zum Inhalt: 
Emma hat aufgrund ihrer Körperfülle Minderwertigkeitskomplexe, sie findet sich unattraktiv und fett. Seit ihr Freund sie betrogen hat, ist sie Single und Frustessen gehört zu ihrem Alltag.
Sie arbeitet als Autorin und schreibt erotische Romane, doch den Menschen in ihrem Umfeld tischt sie eine andere Geschichte auf.
In einem Supermarkt begegnet sie Sam, groß, stattlich, tätowiert, unheimlich sexy.
Als Sam bei ihrer 2.Begegnung gleich mehr von ihr will, fühlt sie sich verschaukelt, denn sie kann unmöglich glauben, dass hinter Sams Avancen ernsthaftes Interesse steckt...
meine Meinung:

Erotische Romane sind eigentlich nicht dass, was ich normalerweise bevorzugt lese. Doch als ich dieses Buch zum rezensieren angeboten bekam, machten mich die Inhaltsangabe und das Cover mit dem tollen Tattoo neugierig und ich beschloss es auszuprobieren.

Emma kommt von Anfang an wunderbar authentisch rüber.
Obwohl sie selbst Erotikromane schreibt, ist sie in der Realität ziemlich verschüchtert.
Ihre Komplexe hindern sie daran, sich auf Sam einzulassen. In seiner Gegenwart benimmt sie sich total verkrampft.
Wie Emma über sich denkt und sich selbst sieht, dürfte sicher für beinahe jede Frau nachvollziehbar sein, deshalb ist es unheimlich leicht, sich in diese Figur hineinzuversetzen.
Es gab allerdings Stellen im Buch, da häufte sich ihre negative Selbsteinschätzung und ich dachte: "Jetzt sollte aber bald mal Schluss damit sein, ehe es anfängt zu nerven."

Sam ist total nett, aufmerksam und verständnisvoll. Dazu sieht er blendend aus, also schlicht ein Traum von einem Mann - die fleischgewordenen Fantasie.
Doch mir persönlich war es manchmal ein wenig zu viel des guten. Er war mir lange Zeit schlicht zu perfekt. Selbst seine Wohnung ist sauber und aufgeräumt. Das passte nicht so wirklich zu meiner Vorstellung eines männlichen Singles.
In meinen Augen hätte es echter gewirkt, wenn er auch den ein oder anderen Makel gehabt hätte.
Nichtsdestotrotz ist die Figur trotz aller Perfektion überaus sympathisch und im Lauf der Geschichte, ganz besonders zum Ende hin, als man mehr über Sams Vergangenheit erfährt, relativiert sich dieser erste Eindruck und es wird deutlich, weshalb er so perfekt ist und Emma so gut verstehen kann.
Alle Figuren haben einen glaubwürdigen Hintergrund und es ist nicht alles eitel Sonnenschein in ihrem Leben, was die Geschichte sehr real wirken lässt.
Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, sie schreibt locker, direkt und humorvoll. Das Buch lässt sich schön flüssig und zügig lesen.

In den Erotikszenen geht es hoch her, sie sind klar und äußerst direkt beschrieben. Es wird nicht lang gefackelt und kein Blatt vor den Mund genommen, jedoch rutscht es dabei nie ins trashige ab.
Allerdings sollte man als Leser schon ein Stück weit offen, für diese direkte Art mit diesem Thema umzugehen, sein. Daher wird es wahrscheinlich nicht jedermanns Geschmack treffen.

Insgesamt hat mir dieses Buch gut gefallen und ich empfehle es gern weiter.
Fazit:
Eine unterhaltsame, romantische Beziehungsgeschichte mit einer gehörigen Portion prickelnder Erotik
4 von 5 Angelwings

Ich danke der Autorin Melanie Hinz für die Bereitstellung des Ebooks.

zur Autorin: (Quelle: Anhang im Buch)
Melanie Hinz wurde 1980 in Mönchengladbach geboren und lebt noch heute mit ihrer Familie dort. Bücher waren immer ihre Leidenschaft und sind in jeder Ecke ihrer Wohnung zu finden. Neben ihrer Bücherliebe hat die Autorin eine Leidenschaft zu Tattoos, welche sich in irgendeiner Form in ihren Geschichten wiederfinden.
Ihr erster Roman "Eine zweite Chance für den ersten Eindruck" erschien 2011 im AAVAA- verlag.

Sonntag, 1. Juli 2012

Junirückblick

Trotz dass ich aufgrund der Fussball-EM im Juni ungewöhnlich viel Zeit vor dem Fernseher verbracht hab, hab ich doch noch ein paar Bücher geschafft. :)

Die folgenden Bücher habe ich im Juni gelesen.

1. In den finsteren Wäldern - Richard Laymon (Rezi folgt)
2. BZRK 1 - Michael Grant
3. Jetzt ist gut, Knut - Bettina Haskamp
4. Die Poison Diaries 2 - Maryrose Wood
5. Die Auserwählten In der Brandwüste - James Dashner
6. Berggeister Fantastische Erzählungen - verschiedene Autoren (Rezi folgt)
7. Als die schwarzen Feen kamen - Anika Beer
8. Nordhörn - Jürgen Rath


Mein absolutes Highlight davon ist:

Am meisten enttäuscht war ich von "Die Poison Diaries 2", da hatte ich schlicht mehr erwartet, weil mir Band 1 sehr gut gefallen hatte.

Heute startet Skys Querbeetchallenge an der ich teilnehme. Ich werd also die Tage mal schauen, welche Bücher ich mir dafür vornehme. Bestensfalls finden die sich auf meinen SuB, dann wäre dem Abbauvorhaben auch ein wenig gedient ;o)


[Rezension] Nordhörn


von Jürgen Rath
broschiert: 267 Seiten
Verlag: Sutton Verlag
ISBN: 978-3866809642

ungesunde Neugier

zum Inhalt:
1959 - Aushilfsarchivar Steffen Stephan soll für 3 Monate auf die Insel Nordhörn , um Ordnung in das dortige das Archiv zu bringen. Kein leichter Job, denn die Einheimischen sind alles andere als erfreut über sein Erscheinen.
Aufgrund seiner Recherchen gerät Steffens Leben in Gefahr.
Dann sorgt auch noch das Wetter dafür, dass die Insel von der Außenwelt abgeschnitten ist.
...
meine Meinung:
Die Insulaner  im Buch sind so dargestellt wie ich sie mir eigentlich immer vorgestellt habe, bodenständig, rau und verschwiegen. Fremde sind auf der Insel unerwünscht, besonders, wenn sie zum rumschnüffeln gekommen sind, so wie ihrer Meinung nach der Archivar Steffen Stephan.
Dem schlägt bereits bei seiner Ankunft auf der Insel geballte Ablehnung entgegen, denn einen Archivar will dort niemand haben. Ist doch zu befürchten, dass er auf Dinge stößt, die niemand erfahren soll.
Dass die auf den ersten Blick so heile Inselkulisse nur Fassade ist, bekommt Steffen ziemlich schnell mit. Von einigen Inselbewohnern bekommt er Hinweise, von anderen wird er gar gewarnt.
Steffen ist immer sehr genau, fast schon penibel in dem, was er tut und befolgt gern die Vorschriften.
Nach und nach findet er etwas über die vergangenen Vorkommnisse auf der Insel heraus, erfährt, dass sein Vorgänger hier ums Leben kam und gerät dabei selbst immer mehr in Lebensgefahr.
Die Spannung ist beständig hoch, denn nur ganz allmählich werden die Hintergründe aufgedeckt. Dabei hatte ich als Leser die ganze Zeit das Gefühl, als erlebte ich das Geschehen direkt an Steffens Seite. Wie ein Schatten folgte ich ihm durch die Handlung und war gebannt dabei.
Trotz einiger eigener Vermutungen kam ich bis zur Aufklärung am Schluss nicht darauf, wer der Täter war. Dem Autor gelingt es gut falsche Spuren für den Leser zu legen.
Einige Male fand ich die Ausführungen allerdings etwas zu knapp und die Übergänge doch sehr abrupt.
Die Beschreibungen der Insel an sich empfand ich als sehr gelungen. Steffens Inselerkundungen sind bildhaft geschildert und zusammen mit der vorn im Buch abgedruckten Skizze gelang es mir gut, mir die Insel vorzustellen.
Das düstere und geheimnisvoll wirkende Cover passt ganz toll zur Stimmung und zur Geschichte des Buches.
Am Ende zeigt sich, dass der bis dahin doch recht verkniffen erscheinende Archivar noch eine ganz andere Seite hat, dies lässt ihn um einiges authentischer wirken.
Als eingefleischte Landratte mit null Ahnung von der Seefahrt fand ich das angehängte Glossar wirklich hilfreich, weil ich so auch die Möglichkeit hatte direkt während des Lesens die Fachbegriffe nachzuschlagen.
Fazit: 
Ein gelungenes und sehr spannendes Krimidebüt.
4/5 Angelwings 

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:

 
 und 

Infos zum Autor:
Jürgen Rath ist gelernter Seemann mit Kapitänspatent, promovierter Historiker und Personalmanager. Er hat sich im vergangenen Jahrzehnt einen Namen als Schifffahrtshistoriker und Sachbuchautor gemacht. "Nordhörn" ist sein erster Kriminalroman